Einsatz von Licht in der Videoproduktion – Drei-Punkt-Beleuchtung (Tutorial)

Wie setze ich beim Videodreh Licht richtig ein und wie sieht die optimale Beleuchtung in der Videoproduktion aus? Welche Lampen nutze ich im Videointerview, wie funktioniert das Lichtsetzen, wenn der oder die Interviewpartner:in eine Brille trägt? Und wie gehe ich mit Sonnenlicht um, damit der oder die Protagonist:in nicht die Augen zukneifen muss? Die Fragen werden thematisiert in dem neunminütigen Tutorial „Der Einsatz von Licht in der Videoproduktion“. Das Video vermittelt die Grundlagen der 3-Punkt-Beleuchtung. Es richtet sich an Anfänger:innen und setzt keine Vorkenntnisse voraus.

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Einsatz von Licht in der Videoproduktion (Tutorial)

Die Drei-Punkt-Ausleuchtung oder Drei-Punkt-Beleuchtung ist eine Methode, mit der man in der professionellen Videoproduktion Menschen – zum Beispiel im Interview, beim Aufsager oder beim Videogruß – beleuchtet und so „ins rechte Licht rückt“. Der richtige Einsatz von Licht in der Videoproduktion ist ein gestalterisches Mittel, das dazu dient, das Bild zu gestalten oder eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen. Dabei gibt es natürlich vielfältigste Möglichkeiten.

 

Was ist eine Drei-Punkt-Beleuchtung?

Die Drei-Punkt-Beleuchtung ist eine Konvention in der professionellen Videoproduktion, von der man natürlich bei Bedarf auch abweichen kann (s. unten: Videodreh mit Brillenträger:in). Bei der Drei-Punkt-Ausleuchtung nutzt man für die Beleuchtung von Personen vor der Kamera drei Lampen oder Leuchtmittel, die jeweils eine Funktion haben:

  • Das Führungslicht

Das Führungslicht steht in der Regel direkt neben der Kamera. Es beleuchtet die Person im Interview oder beim Videogruß in der Regel leicht von oben und soll so eine „natürliche“ Lichtsituation nachempfinden, indem dass es die Beleuchtungssituation durch die Sonne simuliert. Deshalb ist das Führungslicht die stärkste Lichtquelle.

  • Das Aufhelllicht

Das Aufhelllicht dient, wie der Name sagt, der Aufhellung des Gesichts auf der dem Führungslicht abgewandten Gesichtshälfte. Eine optimale „natürliche“ Beleuchtung wird dann erreicht, wenn man das Aufhelllicht gar nicht oder kaum bemerkt, bzw. man kaum bemerkt, dass es eine zweite Lichtquelle gibt. Das wird dadurch erreicht, dass das Aufhelllicht eher seitlich steht und etwas dezenter ist als das Führungslicht.

  • Das Kantenlicht

Das Kantenlicht steht gegenüber dem Führungslicht und beleuchtet – sehr fokussiert – die interviewte Person von hinten, bzw. Hinterkopf und Schulter, wodurch eine Lichtkante an Kopf und Schulter entstehen. Dieser Lichteinsatz dient in der Videoproduktion dazu, den Kopf vom Hintergrund abzuheben und dem Bild eine gewisse Tiefe zu geben.

Wie gehe ich bei der Videoproduktion mit Brillenträger:innen um?

Eine knifflige Herausforderung: Die oder der Interviewpartner:in trägt eine Brille und die reflektiert das Licht. Was kann man tun?

Ein paar Tipps für den Umgang mit Brillenträgern bei der Videoproduktion

  1. Erster Tipp: die Brille abnehmen.
  2. Zweiter Tipp: ggf. eine entspiegelte Brille aufsetzen.
  3. Ist beides ausgeschlossen, kann man das Führungslicht seitwärts von der Kamera wegbewegen, bis es sich nicht mehr in der Brille spiegelt.
  4. Dadurch entstehen aber Schatten um die Augen, die von dem Brillengestell verursacht sind. Also muss das Führungslicht noch weiter nach außen positioniert werden, bis die Augen frei sind.
  5. Möglicherweise muss auch das Führungslicht etwas heruntergeschraubt werden, weil auch der Steg einer Brille einen Schatten verursacht, im schlimmsten Fall quer über dem Auge.
  6. Für ein erstes Interview mit einer oder einem Brillenträger:in sollte dafür jedenfalls Zeit eingeplant werden insbesondere dann, wenn die Brille einen sehr kräftigen Rahmen hat. Einen Königsweg gibt es nicht. Die Beleuchtung von Brillenträger:innen im Interview ist eine große Herausforderung, bei der man mit den Lampen gut einige Minuten verschiedenen Stellpositionen ausprobieren muss.

 

Dieses Video ist Teil des Förderprogrammes KULTUR.GEMEINSCHAFTEN, mit dem die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kulturstiftung der Länder die Digitalisierung im Bereich der Kultur weiter voranbringen. Auf der KULTUR.GEMEINSCHAFTEN-Seite finden sich weitere Tutorials und Seminare zu Themen der digitalen Content-Produktion und digitalen Kulturvermittlung.

Hans-Georg Moek ist Leiter der Kommunikation der Länder.

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